Der diesjährige Jahresausflug des Heimatverein Hoch-Weisel führte die Teilnehmer in den Darmstädter Raum. Bei sonnigem Herbstwetter starteten die Ausflügler um 8:30 Uhr am Lindenberg in Hoch-Weisel mit der Busfahrt zur Grube Messel. Nach der Ankunft erwartete die Teilnehmer eine einstündige Führung. Der Grubenführer Bastian Neeb erzählte anschaulich und gut verständlich von der Entstehung der Grube Messel. Das ehemalige Tagebaugelände bietet einen Einblick in die Zeit vor 48 Millionen Jahren. Damals war die Grube Messel der Krater eines Maarvulkans und ein lebendiger Dschungel. Dort wurde jahrzehntelang Ölschiefer abgebaut, wobei auch Fossilien gefunden wurden. die aber unbeachtet blieben. Als die Ölgewinnung nicht mehr rentabel war, plante man den Umbau zu einer Mülldeponie. Dagegen gab es Proteste. Nach einem lange andauernden Streit erreichten die Forschungsinstitute und Bürger, dass die Fossillagerstätte geschützt wird. Wissenschaftler begannen mit der Erforschung der Grube. Noch heute werden hier einzigartige Fossilien entdeckt und ausgegraben, perfekt konserviert im Ölschiefer. Die Grube Messel wurde 1995 zum ersten deutschen Unesco-Weltnaturerbe ernannt. Wie das Sichern der Funde vonstatten geht, wurde an einem Info-Punkt erklärt und angeschaut. Nach der Führung besuchten die Teilnehmer das Museum. Es gibt ca. 1.400 Exponate von unterschiedlichen Lebewesen und Pflanzen, die bestaunt wurden. Ein besonderer Fund ist das Urpferdchen, das viel kleiner ist als die heutigen Pferde. Außerdem konnte man sich über die Arbeit der Wissenschaftler informieren. Die Zeit verging viel zu schnell und einige Teilnehmer der Reisegruppe wären gerne noch etwas länger in der Grube Messel und im Ausstellungszentrum geblieben.
Nach diesem interessanten Besuch der Grube Messel brachte der Bus die Teilnehmer zum Wirtshaus Guglhupf in Egelsbach, wo Plätze für das gemeinsame Mittagessen reserviert waren. Nach dem sich alle mit einem leckeren Essen gestärkt hatten, war das nächste Ziel die Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein. Im Eisenbahnmuseum auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Kranichstein erwartete die Reisegruppe eine beeindruckende Sammlung von über 150 historischen Schienenfahrzeugen aus allen Epochen der Eisenbahngeschichte. Es gab verschiedene restaurierte, alte Lokomotiven, Maschinen der Deutschen Reichsbahn und der Deutschen Bundesbahn bis hin zu Fahrzeugen von Privat-und Werksbahnen zu sehen. Da an diesem Tag das Dampflokfest stattfand, herrschte reger Betrieb in der Bahnwelt und man konnte einige historische Fahrzeuge sogar in Betrieb erleben. Es gibt eine Museumseisenbahn auf Normal- und Meterspur und mehrere Dauerausstellungen, wo man von Fahrkarten über Bahnuniformen bis zum Gleisbau viel erfahren konnte. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Nach einem Rundgang über das Bahngelände trafen sich viele Teilnehmer unseres Ausfluges in der Cafeteria bei Kaffee, Kuchen, heißen Waffeln und kalten Getränken. Der Eisstand auf dem freien Gelände wurde ebenfalls gerne besucht.
Gegen 17:00 Uhr stand die Rückfahrt nach Hoch-Weisel auf unserem Programm. Die Teilnehmer waren von den vielen Informationen und Eindrücken begeistert. Kurz nach 18:00 Uhr trafen alle wohlbehalten wieder in Hoch-Weisel ein. So klang ein Tag aus, an dem Begegnung, Gemeinschaft, Besichtigung, Natur und Technik auf besonders schöne Weise zusammengefunden haben.













